Einheitsgottesdienst in Zuzgen
Von:Pfarramt
Einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst feierten zahlreiche Gläubige der verschiedenen Konfessionen des Wegenstettertals am letzten Sonntag in Zuzgen. Bereichert wurde die eindrückliche Feier vom Gospelchor K 35 aus Basel.
„Wir alle werden verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus“ – so lautete das Thema der Feier für die Einheit der Christen. In dem von Diakon Binder (röm-kath.), Pfarrer Frehoff (ref.), Pfarrer Wijker (christ-kath.) und Pfarrer Pasalidi (röm-kath.) lebensnahe und einfühlsam gestalteten Gottesdienst, spürte man, wie nahe sich die Konfessionen einander – Gott sei Dank – gekommen sind.
Dies machte auch Pfarrer Pasalidi in seiner mit Leidenschaft vorgetragenen Predigt deutlich. Er wünscht sich, dass die geschichtlich schmerzhaft gewachsene Vielfalt sich immer mehr in versöhnte Verschiedenheit wandle. Diesen Reichtum gelte es zu akzeptieren, zu respektieren und lieben zu lernen. „Entscheidend ist“, so der Prediger, „das Gemeinsame zu entdecken und in versöhnter Verschiedenheit als die EINE Kirche Jesu Christi aufzutreten.“
Pfarrer Pasalidi rief die Gläubigen auf, in einer immer komplizierteren und schnelllebigeren Welt miteinander Verantwortung zu übernehmen, um den Menschen gemeinsame und tragende Werte anzubieten. Der Seelsorger ermutigte die Gottesdienstbesucher, sich von der Werbung nicht ein Leben vorgaukeln zu lassen, sondern miteinander zum Wohle aller beizutragen.
Schliesslich forderte er alle christlichen Kirchen auf, sich miteinander zum Schutz der Familie zu engagieren. In diesen und vielen anderen Herauforderungen sei es entscheidend, gemeinsam zur Verwandlung der Welt beizutragen. Enthusiastisch rief Pfarrer Pasalidi die Gläubigen auf, den Trennungen untereinander entgegenzuwirken und miteinander Gutes zu bewirken. „Dies allein“, so der Seelsorger, „führe zur bitternötigen Glaubwürdigkeit, die wir alle in einer zunehmend kirchendistanzierten Gesellschaft nötig haben.“
Am Schluss der Feier verwöhnte der Gospelchor mit einer kleinen Matinée die Gottesdienstbesucher, so dass alle verwandelt und fröhlich in die neue Woche aufbrachen.
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