Basel-Landschaft - Sonntag, 5. September 2010 02:35
Gesundheit und Soziales
Ärzte für Krebstherapie ausgezeichnet
Von: mm/f24.ch
Der Krebsspezialist Andreas Lohri vom Kantonsspital Liestal und der Nuklearmediziner Flavio Forrer vom Universitätsspital Basel sind für ein Forschungsprojekt zur Radioimmuntherapie von der Hemmi-Stiftung ausgezeichnet worden. Sie empfingen den mit 20'000 Franken dotierten Preis an einer kleinen Feier im Kantonsspital Liestal.
Die Ärzte Andreas Lohri (links) und Flavio Forrer sind Träger des Forschungspreises 2010 der Hemmi-Stiftung.
Die Hemmi-Stiftung mit Sitz in Therwil unterstützt Projekte der klinischen Forschung und hat in diesem Jahr erstmals einen Preis ausgeschrieben. Eine neutrale Fachjury hat die mit 20'000 Franken dotierte Auszeichnung einstimmig den Privatdozenten Dr. med. Andreas Lohri vom Kantonsspital Liestal und Dr. med. Flavio Forrer vom Universitätsspital Basel verliehen.
Die beiden Wissenschafter haben in mehrjähriger Forschung die Radioimmuntherapie gegen Lymphknotenkrebs verbessert und ermöglichen dadurch eine für die Patienten erfolgversprechende Behandlung mit einem vergleichsweise geringen Risiko von Nebenwirkungen. Andreas Lohri ist Leitender Arzt Onkologie an der Medizinischen Uniklinik des Kantonsspitals Liestal, Flavio Forrer leitet die Abteilung Endokrine Diagnostik und Radionuklidtherapie des Universitätsspitals Basel.
Die Forschungsarbeit der beiden Ärzte sei originell und innovativ und bringe einen hohen therapeutischen Nutzen, sagte Jury-Miglied Professor Hans Kummer an der Preisübergabe im Kantonsspital Liestal vom Donnerstag. Professor Kummer würdigte, dass die beiden Wissenschafter das Preisgeld in die weitere Forschung zur Radioimmuntherapie investieren werden.
Die Radioimmuntherapie ist eine neuartige Methode zur Behandlung von Krebs und kombiniert zwei klassische Krebs-Therapieformen: die Strahlentherapie und die Immuntherapie. Sie verschont gesundes Gewebe weitgehend, womit starke Nebenwirkungen herkömmlicher Therapien wegfallen. Für den Patienten ist sie einfacher als andere Therapien und meist ambulant durchzuführen.
Die Hemmi-Stiftung wurde 1984 gegründet mit dem Zweck, die medizinische Forschung im allgemeinen und die Krebsforschung im speziellen zu fördern. Sie habe schon viele Forschungsprojekte unterstützt, sagte Stiftungsratspräsident Markus Bürgin. Auch Projekte der Kantonsspitäler Bruderholz und Liestal sowie des Universitätsspitals Basel und des Claraspitals Basel. Der Preis soll künftig regelmässig vergeben werden.
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