IWB kaufen Windpark in Frankreich
Von: mm/f24.ch
Mit dem jetzt erworbenen Windpark im französischen Zentralmassiv können die IWB weitere 7000 Haushalte mit erneuerbarem Windstrom versorgen. Den Windpark kaufen die IWB vom deutschen Projektentwickler Dirkshof-Gruppe. Diese weitere Investition in Frankreich stellt die Stromversorgung in Basel mit 100 Prozent erneuerbarer Energie aus Eigenproduktion auch in Zukunft sicher.
er Windpark Rageade liegt in der Nähe der Gemeinde Rageade im Zentralmassiv auf zirka 1000 Metern über dem Meeresspiegel. Die Anlage ist seit April 2011 in Betrieb. Der Windpark umfasst sechs Turbinen mit je zwei Millionen Watt (MW) Leistung. (Foto: Axel Braskamp)
Seit Anfang 2009 versorgen die IWB Basel mit 100 Prozent erneuerbarem Strom. Um diese einzigartige Stromqualität auch zukünftig bei stetig steigendem Energiebedarf sicher zu stellen, investieren die IWB 300 Mio. Franken eigene Mittel bis 2015. Die IWB wollen die Produktion mit erneuerbarer Energie um 25 Prozent steigern, auf eine gesamthafte Stromproduktion aus eigenen Anlagen von 2000 Gigawattstunden (Millionen kWh).
Bei dieser Zielvorgabe sind die IWB mit der aktuellen Windparkübernahme und den im letzten Jahr erworbenen französischen Windparks auf dem besten Weg. Ausreichend Kapital für weitere Beteiligungen ist ebenfalls verfügbar.
"In der momentan herrschenden Schlacht um Projekte, mit Investoren, die oft deutlich überhöhte Summen bieten, um ihr ökologisches Profil um jeden Preis aufzuwerten, sind wir sehr froh, die Zielvorgaben bisher so erfolgreich einhalten zu können und einen so qualitativ hochwertigen Windpark erworben zu haben", bewertet David Thiel, CEO der IWB die Investition.
Windstromproduktion in der Schweiz
In der Schweiz sind die IWB am Windpark Juvent mit 25 Prozent beteiligt, dessen Stromproduktion bis 2013 durch den Ersatz (repowering) der ältesten vier Windturbinen und durch weitere Windräder um fast 40 Prozent gesteigert werden soll. Zudem prüfen die IWB auf der Challmatte bei der Gemeinde Kleinlützel mit Windmessungen die Machbarkeit eines Windparks in der Region.
Langfristiges Ziel der IWB ist es, den produzierten Windstrom in Basel zu vertreiben. Bis das mit deutlich ausgebauten Übertragungsnetzen und erweiterten Grenzkapazitäten möglich ist, erhalten die IWB vom lokalen Energieversorger EDF eine garantierte Einspeisevergütung von 8,6 Eurocent/kWh.
Der Windpark liefert gesamthaft eine Leistung von 12 MW (Millionen Watt), mit sechs Turbinen mit je zwei MW. Mit dem Energieertrag von 25 GWh (Millionen kWh) können rund 7000 Vierpersonenhaushalte versorgt werden. Es handelt sich um Turbinen des Herstellers Vestas Typ V90 2.0 MW mit 80 Meter Nabenhöhe, die im Zentralmassiv in der Nähe der Hunderteinwohnergemeinde Rageade auf zirka 1000 Metern über dem Meeresspiegel installiert sind.
Die Anlage ist seit April 2011 in Betrieb und produziert seitdem ohne Störungen erneuerbaren Strom. "Mit den IWB haben wir einen ökologischen und nachhaltig orientierten Energiedienstleister gefunden, der ein langfristiges Interesse am optimalen Betrieb der Anlage hat", so Dirk Ketelsen, Inhaber der Unternehmensgruppe Dirkshof.
Weiteres Projekt im Departement Somme
Die prominente Stellung als Windstromproduzent unterstreichen die IWB auch mit der 2011 gegründeten trinationalen Kooperationsgesellschaft mit dem Projektentwickler Theolia und dem deutschen Energieversorger badenova. Ziel dieser Gesellschaft ist es, rund 300 Mio. Euro in den Aufbau von Windparks in Deutschland, Frankreich und Italien zu investieren.
Die angestrebte Gesamtleistung der Windparks soll 150 - 200 MW Gesamtleistung betragen, um zirka 100'000 Haushalte mit Windstrom zu versorgen. Das erste gemeinsame Projekt in Nordfrankreich, ist im Departement Somme im letzten September gestartet. Es umfasst sechs Windturbinen der Firma Nordex, welche nicht weit vom Ärmelkanal (english channel) mit einer Gesamtleistung von 15 MW aufgestellt werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2012 vorgesehen.
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